CHRONIK

Die Marktgemeinde Magdalensberg entstand 1973 durch Zusammenlegung der Gemeinden St. Thomas und Ottmanach. Im Gebiet der Altgemeinde St. Thomas wurden ursprünglich 3 Volksschulen (inkl. Volksschuloberstufe) geführt: Volksschule St. Thomas am Zeiselberg, Volksschule Timenitz, Volksschule Pischeldorf.

Da immer mehr SchülerInnen die Hauptschule oder das Gymnasium besuchten, sank die Zahl der SchülerInnen an allen 3 Standorten. Zugleich bestand auch schulpolitisch das Bestreben, niederorganisierte Volksschulen mit Abteilungsunterricht nach Möglichkeit aufzulassen und größere „Mittelpunktschulen“ zu schaffen. So entstand bereits 1960 auf Impuls des Volksschuldirektors Peball (Pischeldorf) die Idee, die Volksschulen Pischeldorf und Timenitz zu einer neuen Schule mit Standort in Geiersdorf zusammenzulegen.

Auf Anregung des Volksschuldirektors Eckert (St. Thomas) wurde schließlich die Zusammenlegung aller 3 Schulen beschlossen.

Unter dem Namen „Volksschule St. Thomas“ konnte man 1969 in Deinsdorf, dem natürlichen geografischen Mittelpunkt der Gemeinde, die neue Schule eröffnen. Schon damals hatte der Volksschuldirektor Eckert angeregt, im neuen Schulhaus einen Kindergarten und eine einzügig geführte Hauptschule einzurichten, was wegen der damit verbundenen finanziellenBelastungen und des zu kleinen Schulsprengels nicht umgesetzt wurde.

Die Baukosten betrugen rund 4 Millionen Schilling, wovon 75 % vom Schulbaufonds getragen wurden. In der Altgemeinde Ottmanach wurde auch nach Zusammenlegung der Gemeinden im Jahr 1973 weiterhin die Volksschule Ottmanach geführt.

Im Oktober 1995 wurde der 200 m² große Turnsaal offiziell eröffnet. Für dieses Vorhaben mussten 13,3 Millionen Schilling aufgebracht werden. Mit einer Bühne, Belagsrollen zum Abdecken des Parkettbodens und einer entsprechenden Bestuhlung sollte der Turnsaal auch als Kultursaal verwendet werden und den Vereinen der Gemeinde zur „körperlichen Ertüchtigung“ dienen. Im Zuge des Zubaus wurde auch das bestehende Schulgebäude um 7,2 Millionen Schilling renoviert.

Im Schuljahr 2000 wurde der erste Hortzubau mit den Gesamtkosten von 3 Millionen Schilling abgeschlossen. Der Zubau bestand aus einem Gruppenraum, einer kleinen Aufwärmküche und einem Speiseraum.

2012 wurde die Sanierung der Volksschule St. Thomas mit einem Gesamtinvestitions-Volumen von rund 1,5 Millionen Euro fertiggestellt. Umbau der Heizung, Sanierung der Elektrik und Sanitäranlagen, Verbesserung des Brandschutzes, Barrierefreiheit, Installierung einer Photovoltaik-Anlage sowie Ausstattung der Klassen mit Beamer bzw. Smartboards waren die dringlichsten Arbeiten.

Mit dem Schuljahr 2019/20 wurden die beiden Schulstandorte St. Thomas und Ottmanach organisatorisch zur Volksschule Magdalensberg zusammengelegt. Die geringen Schülerzahlen und dringend notwendigen Sanierungen, die seitens des Schulbaufonds nicht genehmigt wurden, machten diesen Schritt notwendig.

Die durch den starken Zuzug steigenden Schülerzahlen am Standort in Deinsdorf bedingen umgekehrt einen massiven Platzmangel, der auch mit der Weiterführung der VS Ottmanach nicht kompensiert werden könnte.

Bis zur Fertigstellung des bereits im Plan befindlichen Zubaus bestehen aber weiterhin 2 dislozierte Klassen in Ottmanach.

Im Frühjahr 2022 ist der Baustart für den Zubau der Volksschule Magdalensberg geplant. Das neue Gebäude wird neben 6 neuen Klassenräumen für den Vormittags- und Nachmittagsunterricht eine Musikschule, Mediathek, Mensa mit Ausspeisungsküche und flexiblen Varianten von Veranstaltungsräumen beherbergen.

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