PÄDAGOGISCHES KONZEPT DER VS MAGDALENSBERG

Die Volksschule Magdalensberg befindet sich mit der Zusammenlegung der beiden Schulstandorte und dem Entstehen des multifunktionellen Zubaus in einem Umbruch. Damit geht auch eine Neuorientierung der Pädagogik einher, die nur schrittweise erfolgen kann. Neues beginnt im Kleinen und braucht Zeit zur Reife. Generelles Ziel ist eine ausgewogene Bildung im sozial-emotionalen, intellektuellen und körperlichen Bereich.

 

PÄDAGOGISCHE SCHWERPUNTKE

Eine fundierte Grundausbildung (Lesen, Schreiben, Rechnen) bildet den Grundstock allen weiteren Lernens.

Die Differenzierung des Unterrichts ist uns wichtig. Das geschieht durch Einsatz der EVEU-Methodik (Ein veränderter Elemtarunterricht), unterschiedliche Formen der Planarbeit, Projektarbeiten und abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung,  durch Einsatz unterschiedlicher Sozialformen, klassenübergreifende Aktivitäten und zusätzliche außerschulische Angebote.

Soziales Lernen und der Ausbau der kommunikativen Fähigkeiten ist integrativer Bestandteil des Unterrichts. Das Kind soll sich einerseits als Teil einer Gemeinschaft und andererseits als Persönlichkeit erfahren. Gestärktes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl ist bedeutend für die Leistungsentwicklung des Kindes.

Mein Körper ist meine Wohnung – darin soll ich mich wohlfühlen! Sport und Bewegung, Ernährung, Psychohygiene sorgen dafür. Durch Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Natur und Umwelt soll sich das Kind als Teil eines größeren Systems erfahren.

Ausgehend von den Voraussetzungen des Kindes soll die Lernfreude gefördert werden. Das beinhaltet sowohl den Ausgleich individueller Lernschwächen als auch die Berücksichtigung der Interessen des Kindes. Die regulären Förderstunden werden ergänzt durch Lernstunden (GTS), unverbindliche Übungen und außerschulische Angebote.

Neben dem traditionellen Unterricht (lehrer:innenzentriert) kommen auch unterschiedliche reformpädagogische Ansätze zum Einsatz: verschiedene Formen des offenen und entdeckenden Lernens, projektorientiertes Lernen, klassenübergreifende Aktivitäten. Hinzuziehen von außerschulischen Expert:innen soll das Angebot bereichern. Die EVEU-Methodik (Ein veränderter Elementarunterricht) zielt darauf ab, Inhalte kindgerecht darzubieten und Lernschwächen abzufangen.

KONZEPT DER GANZTAGSSCHULE IN GETRENNTER ABFOLGE (GTS)

Lernzeiten

Erholung, Spiel, Kommunikation und soziale Kontakte stehen am Nachmittag im Vordergrund. Die Angebote, die gesetzt werden, richten sich danach aus. Das bedeutet, dass die GTS-Pädagog:innenn sehr flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder reagieren. 

Die Lernzeitn (GLZ) für die GTS in getrennter Form findet in der Zeit von 14:00 bis 15:00 Uhr statt. Die Lernzeit für die GTS in der verschränkten Form sind variabel in den Stundenplan integriert. Es herrscht eine absolut ruhige Atmosphäre, die gutes Arbeiten fördert. Der Ablauf der Lernzeit ist gewissermaßen ritualisiert und von allen Kindern gut angenommen. Der Ausblick auf die nachfolgende Freizeiteinheit wirkt zusätzlich motivierend.
In der Lernzeit werden Förder- und Forderangebote gesetzt. Z. B. diverse Übungen zum durchgenommenen Lehrstoff, um zu vertiefen und zu festigen; Lernpläne ermöglichen selbständiges Arbeiten für die Schüler:innen und zugleich intensivere Betreuung einzelner Schüler:innen durch die/den Pädagogin/en.
Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie von allen schaffbar sind. Schüler:innen, die schneller fertig sind, erhalten Zusatzmaterialien und -aufgaben, die sehr differenziert sind und unterschiedliche Interessen/Fähigkeiten ansprechen.
Die Jahresplanungen werden aufeinander abgestimmt. So werden in der GTS manche Themen speziell behandelt (z. B. Nikolo, anderes Brauchtum…) und andere Themen im Jahreskreis werden ergänzend und vertiefend zum Vormittagsunterricht behandelt. Das erfolgt vor allem im kreativen Bereich, aber auch im Bereich der Naturwissenschaften und des Sozialen Lernens.
Dabei werden Lernpläne eingesetzt. Insgesamt sind die Kinder angehalten, ihre Aufgaben möglichst in Eigenregie zu erledigen.

Die Kinder haben die Möglichkeit, im Laufe des Nachmittags freiwillig zusätzliche Angebote direkt im Schulgebäude bzw. im Schulgelände zu nutzen: Malschule, Bläserklasse, Showdance, Volleyball, Schach, Gesunde Ernährung (Kochen), Digitale Bildung.

Sprachliche Förderung erfolgt in der GTS im Rahmen des Sozialen Lernens (Gesprächsregeln, Konfliktbearbeitung, Verbalisieren der Eigen- und Fremdwahrnehmung, Rollenspiele…) und beim 
Vorbereiten diverser Feiern im Jahreskreis (Lieder, Gedichte, Geschichten, Theatersequenzen…).

Freizeit

Bewegungseinheiten im Freien stehen bei jedem Wetter (außer bei ausgesprochenem Regen oder extremer Kälte) an der Tagesordnung. Auf gesunde Ernährung wird bei allen Mahlzeiten geachtet. Sportangebote werden auch durch Vereine abgedeckt.

Die Sammelzeit und das Freie Spiel bieten gute Möglichkeiten zum Sozialen Lernen, das aber auch in gesonderten Einheiten – vor allem anlassbezogen – angeboten wird.

Auch für Erholung und Rückzug ist Platz und Zeit. Die Kinder haben zum Beispiel jederzeit die Möglichkeit, sich mit einem Buch zurückzuziehen oder sich in Rückzugsbereichen zu erholen.

Gruppeninterne Feiern ergänzen das Angebot und richten sich nach dem Jahreskreis. Sie zeichnen sich durch vielfältige Beiträge aus: Gesang, Tanz, Theater, Bühnenbild, Dekoration.